Seit mehr als 20 Jahren ist der österreichische Pianist Till Fellner, dessen internationale Karriere 1993 mit dem 1. Preis beim renommierten Concours Clara Haskil in Vevey (Schweiz) begann, ein gefragter Gast bei den wichtigen Orchestern und in den großen Musikzentren Europas, der USA und Japans sowie bei zahlreichen bedeutenden Festivals.

Vergangene Saison debütierte Till Fellner bei den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink. Auf seinem Kalender standen auch Orchesterkonzerte mit dem NHK Symphony Orchestra/Herbert Blomstedt, Chicago Symphony Orchestra/Bernard Haitink, der Academy of St Martin in the Fields/Sir Neville Marriner, dem Orchestre de Paris/Herbert Blomstedt und dem Mahler Chamber Orchestra/Manfred Honeck.

In der Saison 2016-17 wird Till Fellner u. a. mit dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin/Kent Nagano, dem Konzerthausorchester Berlin/Ivan Fischer, Pittsburgh Symphony Orchestra/Manfred Honeck, Montreal Symphony Orchestra/Kent Nagano und dem Philharmonia Orchestra London /Christoph von Dohnányi spielen.

Zu den Dirigenten, mit denen der Künstler konzertiert hat, zählen u. a. Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Semyon Bychkov, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Sir Charles Mackerras, Kurt Masur, Kent Nagano, Jonathan Nott, Kirill Petrenko, Claudius Traunfellner und Hans Zender.

Im Bereich der Kammermusik verbindet Till Fellner eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem britischen Tenor Mark Padmore, mit dem er 2016 eine Komposition von Hans Zender zur Uraufführung brachte und mit dem er im Februar 2017 eine Japan-Tournee unternehmen wird. Ebenso konzertiert er regelmäßig mit dem Belcea Quartett.

In den vergangenen Jahren widmete sich Till Fellner intensiv zwei Meilensteinen des Klavierrepertoires: dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach und den 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Zwischen 2008 und 2010 spielte er einen siebenteiligen Zyklus mit allen Beethoven-Sonaten in New York, Washington, Tokio, London, Paris und Wien. Auch die Aufführung von zeitgenössischen Werken ist ihm ein großes Anliegen; so hat er u. a. Werke von Kit Armstrong, Harrison Birtwistle, Thomas Larcher und Alexander Stankovski uraufgeführt. 2012 zog er sich für ein Jahr aus dem Konzertbetrieb zurück, um sich dem Studium neuen Repertoires zu widmen und seine Kenntnisse in den Bereichen Komposition, Literatur und Film zu vertiefen.

Beim Label ECM, für das Till Fellner exklusiv aufnimmt, erschienen der 1. Band des Wohltemperierten Klaviers und die zwei- und dreistimmigen Inventionen von J. S. Bach, die Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 von L. v. Beethoven mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Kent Nagano sowie zuletzt Kammermusik von Harrison Birtwistle. Im Herbst 2016 erschien eine mit einem Diapason d’Or 2016 ausgezeichnete Einspielung des Klavierquintettes von J. Brahms mit dem Belcea Quartett für Alpha Classics.

Till Fellner studierte in seiner Heimatstadt Wien Klavier bei Helene Sedo-Stadler. Weitere Studien führten ihn zu Alfred Brendel, Meira Farkas, Oleg Maisenberg und Claus-Christian Schuster.

Seit Herbst 2013 unterrichtet Till Fellner als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste einen kleinen Kreis von Studenten.